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"Verkürzte Studiengänge" für beruflich Qualifizierte - Workshop für die Fächergruppen Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften


8. Juni 2010, Bonn


Um „verkürzte Studiengänge“ für beruflich Qualifizierte und Ansprüche an ihre Qualität ging es am 8. Juni 2010 auf einer Tagung des Projekts Qm in Bonn. Dazu stellten ausgewählte Hochschulen Studiengänge in den Fachbereichen Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften vor, in denen planmäßig außerhochschulisch erworbene Kompetenzen das oder die erste(n) Semester ersetzen können. Dabei richten sich die Studienangebote an unterschiedliche Zielgruppen, wie Techniker, Meister und Inhaber beruflicher Fortbildungsqualifikationen.

Die Einrichtung, Gestaltung und Implementierung solcher Studienangebote erfolgt an den Hochschulen aus unterschiedlichen Gründen. Entscheidend ist häufig der Impuls eines Lehrenden  oder der Hochschulleitung. Aber auch ein guter Kontakt und Austausch zu Vertretern der beruflichen Bildung aus der Hochschulregion trägt zu einem durchlässigkeitsorientierten Studienangebot bei.
Ebenso vielfältig sind die Gestaltungsformen der Studiengänge. Die systematische Verkürzung durch pauschale Anrechnungsmodelle funktioniert in den meisten Fällen durch den Äquivalenzabgleich der Ausbildungs- und Studieninhalte. Hier ist jedoch zu unterscheiden, ob die Anrechnungsmöglichkeit ausschließlich für die Kooperation mit einem bestimmten Anbieter der beruflichen Bildung gilt (Kooperationspartner), oder beispielsweise für einen gesamten Aus-, bzw. Fortbildungsabschluss eines Bundeslandes. Ein weiterer Weg ist die bereits im Vorfeld eng abgestimmte Curriculumsentwicklung zwischen Hochschule und beruflicher Bildung.

Deutlich wurde, dass durchlässigkeitsorientierte Studienangebote für Hochschulen eine Möglichkeit sind ihr Hochschulprofil weiterzuentwickeln und beispielsweise neue Studierendengruppen anzusprechen.


Programm

Eröffnung und Einführung

Warum Durchlässigkeit, Anrechnung und „verkürzte Studiengänge“? Chancen für Hochschulen
Jan Rathjen, Anna Bergstermann
Hochschulrektorenkonferenz


Umsetzung in die Praxis I: Ingenieurwissenschaften

Elektrotechnik und Maschinenbau an der Hochschule RheinMain
Professor Dr.- Ing. Jürgen Apfelbeck

Gebäudetechnik an der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK)
Professor Dr. Rainer Vahland

Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Gießen-Friedberg
Professor Dr. Jens Hoßfeld


Umsetzung in die Praxis II: Wirtschaftswissenschaften

Business Administration an der Universität Oldenburg
Dr. Michaela Knust

BWL-Allgemeines Management an der Fachhochschule Brandenburg
Dr. Annette Strauß
Sabine Szola


Vortrag

Qualitätssicherung bei Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen
Dr. Karl Kälble (AHPGS)