
Die Einrichtung, Gestaltung und Implementierung solcher Studienangebote erfolgt an den Hochschulen aus unterschiedlichen Gründen. Entscheidend ist häufig der Impuls eines Lehrenden oder der Hochschulleitung. Aber auch ein guter Kontakt und Austausch zu Vertretern der beruflichen Bildung aus der Hochschulregion trägt zu einem durchlässigkeitsorientierten Studienangebot bei.
Ebenso vielfältig sind die Gestaltungsformen der Studiengänge. Die systematische Verkürzung durch pauschale Anrechnungsmodelle funktioniert in den meisten Fällen durch den Äquivalenzabgleich der Ausbildungs- und Studieninhalte. Hier ist jedoch zu unterscheiden, ob die Anrechnungsmöglichkeit ausschließlich für die Kooperation mit einem bestimmten Anbieter der beruflichen Bildung gilt (Kooperationspartner), oder beispielsweise für einen gesamten Aus-, bzw. Fortbildungsabschluss eines Bundeslandes. Ein weiterer Weg ist die bereits im Vorfeld eng abgestimmte Curriculumsentwicklung zwischen Hochschule und beruflicher Bildung.
Deutlich wurde, dass durchlässigkeitsorientierte Studienangebote für Hochschulen eine Möglichkeit sind ihr Hochschulprofil weiterzuentwickeln und beispielsweise neue Studierendengruppen anzusprechen.
Eröffnung und Einführung
Warum Durchlässigkeit, Anrechnung und „verkürzte Studiengänge“? Chancen für Hochschulen
Jan Rathjen, Anna Bergstermann
Hochschulrektorenkonferenz
Umsetzung in die Praxis I: Ingenieurwissenschaften
Elektrotechnik und Maschinenbau an der Hochschule RheinMain
Professor Dr.- Ing. Jürgen Apfelbeck
Gebäudetechnik an der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK)
Professor Dr. Rainer Vahland
Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Gießen-Friedberg
Professor Dr. Jens Hoßfeld
Umsetzung in die Praxis II: Wirtschaftswissenschaften
Business Administration an der Universität Oldenburg
Dr. Michaela Knust
BWL-Allgemeines Management an der Fachhochschule Brandenburg
Dr. Annette Strauß
Sabine Szola
Vortrag
Qualitätssicherung bei Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen
Dr. Karl Kälble (AHPGS)