
Mit der Diskussion um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wissenschaft sind Ausbildung und berufliche Perspektiven der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler besonders in den Blickpunkt gerückt. Eine Reihe von Reformen, etwa die verstärkte Förderung von Graduiertenkollegs oder die Einführung der Juniorprofessur, sollen ihnen bessere Entwicklungsmöglichkeiten schaffen. Die europäischen Bildungsminister haben im September letzten Jahres erstmals die Promotion als Teil des sogenannten Bologna-Prozesses zur Schaffung eines Europäischen Hochschulraums und Schnittstelle mit dem Europäischen Forschungsraum definiert. Dazu haben die Rektorenkonferenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz soeben eine erste Stellungnahme veröffentlicht. Bei Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern herrschen indes verbreitet Zweifel, ob ihre wissenschaftliche Zukunft ausreichend kalkulierbar ist. Die Tendenz der Abwanderung der Tüchtigsten ins Ausland ("brain drain") hält daher an.
Vor diesem Hintergrund hat das HRK-Präsidium das Thema der diesjährigen Jahresversammlung gewählt. Die Hochschulen fragen sich und die Politik, wie die Strukturen für die Heranbildung des Wissenschaftlichen Nachwuchses verbessert werden können und inwieweit bisherige Reformschritte untereinander stimmig und ausfinanziert sind.
Die verfügbaren Reden des ersten Tages und die Thesenpapiere der Diskussionsteilnehmer finden Sie hier.
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