
Damit eine vielfältigere Studierendenschaft auch zu einer Bereicherung für die Hochschulen werden kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Darüber waren sich die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vom Projekt nexus der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) organisierten Veranstaltung „Studentische Vielfalt nutzen - Eine Herausforderung für die Hochschulen“ einig. Sie waren in Bonn zusammengekommen, um sich darüber auszutauschen, wie die Hochschulen einerseits den Bedürfnissen neuer Studierendengruppen am besten gerecht werden können, andererseits die zunehmende Vielfalt aber auch zur Stärkung der eigenen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit nutzen können.
„Die Herausforderungen sind inhaltlicher und organisatorischer Art“, sagte HRK-Generalsekretär Dr. Thomas Kathöfer: „Zum einen geht es darum, den Erfahrungshintergrund der unterschiedlichen Gruppen durch geeignete Formate so in Lehre und Didaktik einzubinden, dass eine diversitätsgerechte Weiterentwicklung der Studienangebote erfolgen kann. Zum anderen muss die Studienorganisation angepasst werden, zum Beispiel durch mehr Teilzeitstudienmöglichkeiten, Kurse außerhalb der üblichen Semesterzeiten und E-Learning-Formate.“
Diversitätserfahrene Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer betonten zwar, dass derartige Reorganisationen durchaus aufwändig seien. Dass sich derartige Anstrengungen jedoch lohnen, zeigten Praxisbeispiele aus ganz verschiedenen Bereichen: So präsentierten Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Universitäten und Fachhochschulen die Strategien, Programme und Projekte ihrer Hochschulen im Diversity-Management, mit der sie sich sowohl im Forschungs- als auch im Lehrbereich zukunftsfähig aufstellen wollen. Das HRK-Projekt nexus wird die zahlreichen Beispiele und Anregungen zum Diversitätsmanagement aufbereiten und im Rahmen weiterer Veranstaltungen und Veröffentlichungen verbreiten.